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Peoplesoft erneuert Lizenzmodell für J.D.-Edwards-Kunden

05.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Peplesoft hat angekündigt, die Lizenzmodelle der im eigenen Haus entwickelten Unternehmenssoftware und der im August mit J.D.-Edwards übernommenen "EnterpriseOne"-Produkte zu vereinheitlichen. Seit der Übernahme hat Peoplesoft neben der eigenen "Enterprise"-Reihe die in EnterpriseOne umbenannte J.D-Edwards-Suite und die betagte, für AS/400 entwickelte "World"-Software im Portfolio.

Die beiden Unternehmen hatten unterschiedliche Lizenzstrukturen. Während es bei Peoplesoft keine Listenpreise gibt und sich die Lizenzgebühren aus einer Reihe verschiedener Faktoren wie Unternehmensgröße und Umsatz errechnen, zahlen J.D-Edwards-Kunden von der Anwenderzahl abhängige Lizenzgebühren.

In die Entwicklung eines neuen Preismodells werde viel Arbeit gesteckt, sagte der ehemalige J.D.-Edwards-Manager Les Wyatt, der jetzt bei Peoplesoft für die EnterpriseOne-Linie verantwortlich ist. Es soll im Lauf des ersten Quartals 2004 fertig gestellt werden und sehe Neuerungen für Enterprise- und EnterpriseOne-Kunden vor. Das Lizenzschema für World werde nicht geändert.

Laut Wyatt müssen vor allem EnterpriseOne-Anwender mit höheren Wartungsgebühren rechnen. Details hat der Manager aber nicht verraten.

Laut Andrew Ziegle, Vice President of IT beim EnterpriseOne-Anwender Consolidated Container Co., ist Peoplesoft bereits mit einem neuen Lizenzangebot an das Unternehmen herangetreten. Es hätte zwar anstatt der bislang georderten 400 Nutzerlizenzen eine unbegrenzte Zahl von Anwendern zugelassen, der Umstieg hätte jedoch 400.000 Dollar gekostet. Während sich Ziegle besorgt über Peoplesofts Pläne äußerte, sagte der Hersteller, es habe sich lediglich um ein optionales Angebot gehandelt. Niemand werde dazu gezwungen, bereits eingesetzte Software erneut in Lizenz zu nehmen.

Laut Ziegle ist es jedoch noch ungeklärt, wie sich das neue Peoplesoft-Modell auswirke, wenn neue Module in bestehende Konfigurationen integriert werden sollen. (lex)