Massenanbieter diktieren die Preise

PCs bei IBM, Olivetti und NCR schon wieder günstiger

14.08.1992

MÜNCHEN (CW) - Wer sich gestern einen PC gekauft hat, könnte ihn heute vielleicht schon billiger bekommen: Fast täglich kündigen die PC-Hersteller neue Preisreduktionen an. Auch die IBM paßt sich hier der Marktentwicklung an, wie aus Amerika zu erfahren war. So sollen die Preise für die PS/2-Modelle um bis zu 30 Prozent gesenkt werden.

Die Desktop-Variante "35 SX LS-24X" kostet IBM zufolge statt 1910 Dollar nun 1840 Dollar, der Portable "L40 SX", vormals mit 1965 Dollar angesetzt, ist für 200 Dollar weniger zu haben. Zudem stellt Vice-President Michael R. Coleman Nachlässe bei Speicher- und Bildschirmprodukten in Aussicht. Man wolle Qualitätsprodukte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten, so die Erklärung des Big-Blue-Managers.

Werner Sülzer, der Ex-Bull-Marketier und Geschäftsführer der Frankfurter Olivetti GmbH, stößt ins gleiche Horn. Durch neue Preissenkungen hoffen auch die Italiener der laut Sülzer wachsenden Zahl von Massen-Discountern entgegenhalten zu können. Ein 386SX-System (20 Megahertz) sei künftig zirka ab 1750 Mark zu haben, ein 386DX-PC (33 Megahertz) koste rund 4100 Mark. Ferner sei das 486DX-Basismodell (33 Megahertz) ab etwa 4800 Mark erhältlich.

Für den auf der diesjährigen CeBIT vorgestellten Farb-Laptop berechnet Olivetti seit Juli knapp 9500 Mark.

Als weiterer Teilnehmer der neuen Preiskampf-Runde besteigt NCR den Ring. Wie aus Dayton gemeldet wurde, senkt die AT&T-Tochter bei den 486er PCs ebenfalls die Preise. Bei den AT-PCs "NCR System 3330" betragen die Reduktionen bis zu 30 Prozent, für die MCA-Modelle "3335" und "3345" kündigt man Abschläge von maximal 24 Prozent an. Am wenigsten läßt NCR bei den Deskside-Servern "3445" und "3447" nach. Hier betragen die Preisabstriche um die 15 Prozent.