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Payday: Was die YouTube-Gründer kassiert haben

08.02.2007
Google hat gestern in einer Pflichtmitteilung Details seiner Übernahme des Video-Sharing-Portals YouTube enthüllt.

Den Kaufpreis von 1,65 Milliarden Dollar hatte Google komplett in Aktien bezahlt. Aus dem Filing geht jetzt hervor, wer wie viele davon bekommen hat. Am besten weg kam Chad Hurley, einer der drei YouTube-Gründer: er erhielt 694.087 Google-Aktien (beim gestrigen Schlusskurs gut 345 Millionen Dollar wert) plus weitere 41.232 Anteile in einem Treuhandfonds.

625.366 Aktien plus 68.721 treuhänderische Anteile gingen an den zweiten prominenten YouTube-Mitgründer Steve Chen, dessen Anteil damit gut 326 Millionen Dollar wert ist. Der dritte YouTube-Mann Jawed Karim bekam "nur" 137.443 Google-Aktien, die knapp 65 Millionen Dollar wert sind.

Sequoia Capital, der Lead Investor in YouTube, hält in seinem Fonds "Capital XI" nun 941.027 Google-Aktien im Wert von mehr als 442 Millionen Dollar. Sequoia hatte auch Google mit angeschoben; einer seiner Partner, Michael Moritz, sitzt deswegen im Verwaltungsrat des Internet-Riesen.

Insgesamt registrierte Google rund 3,23 Millionen seiner Anteile im Zusammenhang mit der Akquisition auf frühere YouTube-Aktionäre. Zum Zeitpunkt der Übernahme war YouTube laut "Wall Street Journal" seit 19 Monaten im Geschäft und hatte 67 Mitarbeiter. Es war zwar nicht profitabel, aber mit mehr als 100 Millionen Clip-Abrufen pro Tag ein ausgesprochen wertvoller "Internet-Grundbesitz". Einige Beobachter fürchten allerdings, dass seine bislang teuerste Übernahme für Google auch zum Rohrkrepierer werden könnte, weil immer mehr Inhaber von Urheberrechten gegen bei YouTube eingestellte Inhalte vorgehen. (tc)