Österreichische Sparkasse stellt auf COM um:

Papierflut eingedämmt

16.05.1975

WIEN - Rund 4,5 bis 5 Millionen Schilling - etwa 700 000 Mark - wird die Erste Österreichische Spar-Casse - das älteste und größte Institut dieser Art in Österreich - durch den Einsatz eines COM-Systems (Computer Output on Microform) von NCR im Jahre 1975 einsparen können, wie Hans Christian, Vorstand der "Ersten" auf einer Pressekonfererenz in Wien mitteilte. Damit würde sich diese Investition - das COM-Gerät NCR 643-1O5 wurde Ende 1974 zu einem Preis von etwa 3,5 Millionen Schilling gekauft - bereits nach einem Jahr voll amortisieren.

Beim COM-System werden die Daten nicht mehr ausgedruckt, sondern über ein Magnetband direkt auf Mikrofilm gespeichert. Auf einem Microfiche im Format 9 x 12 Zentimeter haben bis zu 270 DIN-A3-Seiten Platz, so daß eine EDV-Liste von 1000 Seiten auf vier bis fünf Microfiches untergebracht werden kann. Dadurch ergibt sich eine Verringerung des Platzbedarfes für die Lagerung des EDV-Outputs von 94 bis 98 Prozent: 1000 Seiten Vierfachpapier wiegen immerhin rund neun Kilo und der Papierstapel ist 12,5 Zentimeter hoch.

Der Papierverbrauch der Ersten Österreichischen Spar-Casse betrug im letzten Jahr etwa zehn Millionen Seiten. Heute sind bereits vier Millionen Seiten des Archivs verfilmt. In einer ersten Stufe wurden die Sparkontoblatt-Organisation, das Girogeschäft sowie das Kundenregister auf COM umgestellt.

Worüber Hans Christian besonders erfreut ist: der erste von drei installierten Schnelldruckern wird in Kurze abgemietet und 130 Quadratmeter Archivraum stehen bald leer.