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Panasonic will Technologien nur noch mit Vorsicht weitergeben

30.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische High-Tech-Konzern Panasonic wird neue Technologien nur noch mit Verzögerung an ausländische Wettbewerber abgeben. "Wir müssen Schlüsseltechnologien besser schützen", sagte President Fumio Ohtsubo im Gespräch mit dem "Handelsblatt". Das gelte speziell für die neue Technik für hochauflösendes Video in Kinoqualität.

Schwere Fehler in der Lizenzierungspolitik, namentlich bei der DVD-Technologie, hätten in der Vergangenheit zu dramatischen Preiseinbrüchen geführt, erklärte Ohtsubo. Vor diesem Hintergrund fürchtet er auch, dass der kommende neue DVD-Standard schnell in asiatischen Billiglohnländern nachgebaut werden könnte - mit der Folge starker Preiseinbrüche. Hochauflösendes Fernsehen, wesentlich einfacher zu bedienende Geräte und der Verkauf digitaler Inhalte werden nach Ansicht von Ohtsubo, der am Freitag die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin eröffnet, die großen Trends in der Konsumelektronik sein.

Besonders ältere Menschen verlangten bereits heute nach deutlich bedienungsfreundlicheren Geräten. Damit werde sich die Konsumelektronik auch von den Computerherstellern absetzen, die heute versuchten, in diesen Markt einzusteigen. Panasonic gehört zur japanischen Matsushita-Gruppe, dem weltgrößten Hersteller von Haushalts- und Unterhaltungselektronik. Diese setzt weltweit umgerechnet rund 65 Milliarden Euro um. (dpa/tc)