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Palmsource veröffentlicht BlackBerry-API

29.09.2004

Palmsource hat auf seiner europäischen Entwicklerkonferenz in München angekündigt, dass die Software zur Anbindung von Palm-OS-basierenden Handhelds und Smartphones an die "BlackBerry"-Dienste von Research in Motion (RIM) in Kürze als kostenloser Download erhältlich sein wird. Eine entsprechende Kooperation hatten beide Firmen bereits im Mail dieses Jahres angekündigt.

Die E-Mail-Programmierschnittstelle "BlackBerry Connect" wird mit der ersten Version des Palmsource-Mail-Clients geliefert und steht für Netzbetreiber und Lizenznehmer ab November zur Verfügung. Auch wer bereits ein Palm-OS-Gerät besitzt, soll die Software herunterladen können - ein Termin dafür wurde noch nicht genannt. Neben der Nutzung von RIMs Push-E-Mail können Entwickler den Transportmechanismus auch nutzen, um andere Anwendungen wie CRM oder Vertriebsunterstützung sicher auf mobile Palm-OS-Endgeräte auszuweiten.

Unklar ist, ob solche Anwendungen auch Daten lokal auf Palm-OS-Geräten speichern und damit zeitweise offline arbeiten können - auf seinen eigenen Geräten bietet RIM Browser-basierenden Zugang zu Backend-Systemen, der nur online funktioniert.

RIM erklärte außerdem das Palm-OS zu seinem Smartphone-Betriebssystem der Wahl. "Vor sechs Monaten war noch nicht klar, ob es einen Gewinner bei mobilen Betriebssystemen geben würde", erklärte RIM Vide President Global Business Development dem Euro-DevCon-Auditorium. Unternehmen standardisieren jetzt immer stärker auf Palm-OS-Smartphones. Ich denke, die Branche hat sich für Palm-OS entschieden."

Das mag vielleicht für die USA zutreffen, wo neben dem "Treo 600" von palmOne noch weitere Palm-OS-Smartphones von unter anderem Samsung am Markt sind und Palm OS laut Zahlen von NPD Intelect den Markt inzwischen vor Series 60/Symbian anführt. In Europa aber, wo auf Palm-OS-Basis einzig der Treo zu haben ist, hat die Nokia/Symbian-Kombi klar die Nase vorn.

Außerdem stellt sich die Frage, inwieweit sich RIMs Partnerschaft mit Palmsource von anderen unterscheidet - mit Symbian, Nokia, Sony Ericsson sowie den Windows-Mobile-Handybauern Motorola und High Tech Computer (HTC) sind die Kanadier nämlich ebenfalls verbandelt (Microsoft selbst ist dem BlackBerry-Connect-Programm noch nicht beigetreten). (tc)