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Overtures bezahlte Suchdienste zahlen sich für Yahoo aus

16.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wie aus einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, verdankte der Portalbetreiber Yahoo seiner Kooperation mit Overture im ersten Quartal 2003 fast ein Fünftel des Umsatzes. So beliefen sich die Einnahmen aus der Anzeige von bezahlten Suchergebnissen in den Monaten Januar, Februar und März auf insgesamt rund 54 Millionen Dollar. Diese Summe entspricht etwa 19 Prozent des Gesamtumsatzes von Yahoo (282,9 Millionen Dollar). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum lagen die von Overture gezahlten Provisionen mit 23 Millionen Dollar nicht einmal halb so hoch und trugen nur zwölf Prozent zu den Konzernerlösen bei. Da Yahoo bei den Zusatzeinnahmen kaum eigene Kosten entstehen, waren die erwirtschafteten 54 Millionen Dollar für den erzielten Nettogewinn von 46,7 Millionen Dollar im Berichtsquartal entscheidend. In ihrer SEC-Mitteilung

räumte die Company ihre Abhängigkeit von Overture ein und verwies in diesem Zusammenhang auf die mit der Inktomi-Übernahme verbundenen Risiken. Die Kalifornier erklärten, mit dem Kauf des Suchmaschinenpioniers habe sich die Konkurrenz mit Altavista und Fast Search & Transfer verschärft, beide Rivalen gehören inzwischen zu Overture. Gleichzeitig warnte das Unternehmen, dass die Einnahmen ohne Overtures bezahlte Suchmaschineneinträge oder ähnliche eigene Dienste deutlich sinken würden. (mb)