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Overture baut nach Übernahmen zehn Prozent Stellen ab

09.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Internet-Werbeanbieter Overture wird seine Belegschaft um rund zehn Prozent reduzieren. Allerdings wegen geschäftlicher Probleme, sondern als Folge der Übernahmen von Altavista sowie der Web-Suchtechniksparte von Fast Search & Transfer, durch die naturgemäß Overheads entstanden sind. In puncto Business gibt sich Overture optimistisch. CEO (Chief Executive Officer) Ted Meisel kündigte im Rahmen eines Analysten-Meetings im kalifornischen Pasadena an, seine Firma 2004 doppelt so viel Gewinn machen wie 2003. Im April hatte Overture angekündigt, es werde heuer aufgrund des schwachen US-Markts und höherer Kosten weniger verdienen als die von der Wall Street erwarteten 35 bis 42 Cent pro Aktie. Finanzchef Todd Tappin erklärte, im laufenden Quartal liege Overture im Plan und werde vermutlich den auf Basis von 240 bis 255 Millionen Dollar Umsatz angepeilten Gewinn von vier bis sechs

Cent pro Aktie erreichen.

Mit allen Mitteln werde Overture außerdem gegen eine Klage vorgehen, die Mitte April von der norwegischen MRT Micro gegen die Firma eingereicht worden war. MRT Micro behauptet, es besitze die Rechte an zusammen mit Fast an Overture verkaufter Technik und will daher am Verkauf beteiligt werden. Eine Overture-Sprecherin sagte dazu, MRT Micro habe Fast bereits vor der Übernahme verklagt, und Fast wiederum habe sich gegenüber Overture verplichtet, für alle möglichen Folgekosten des Prozesses bis hin zum vollen Kaufpreis (70 Millionen Dollar in bar plus 30 Millionen Dollar erfolgsabhängig) aufzukommen. (tc)