Vaughn Walker warnt vor Anbieterkonzentration

Oracle wartet auf Richterspruch in Sachen Peoplesoft

30.07.2004

Zuletzt hatte sich das Verfahren vor dem kalifornischen Bezirksgericht hauptsächlich um die Definition des Marktes gedreht. So versuchten die klagenden Kartellbehörden den Richter davon zu überzeugen, dass die von Oracle angestrebte feindliche Übernahme von Peoplesoft dem Wettbewerb im Markt für konzernweite Geschäftsanwendungen schaden und die Produktauswahl einschränken würde. Die Oracle-Anwälte wiesen dies zurück.

Der Richter kritisierte zwar die Klägerseite dafür, dass sie sich in ihrer Begründung zu stark auf den US-Markt konzentriert und das Marktsegment auf eine "hochfunktionale Human-Resource- und Finanz-Management-Software" eingegrenzt habe. Jedoch stimmte Walker mit den Kartellwächtern darin überein, dass mit der Übernahme von Peoplesoft eine wichtige Alternative für die Kunden wegfalle.

Experten rechnen im August oder September mit einem Urteil Walkers. Es sei jedoch zu erwarten, dass sich das Verfahren weiter hinziehen werde, da beide Seiten Berufung einlegen können. (ba)