Nach dem Kauf von Hyperion Solutions

Oracle stellt umfangreiche Suiten für Business Intelligence vor

23.03.2006
Der Hersteller kombiniert eigene Tools und Middleware mit zugekaufter Analysesoftware von Siebel. Er wird damit immer mehr zur ernsten Konkurrenz von SAP und Analysespezialisten wie SAS Institute, Business Objects oder IBM.

Drei Produktbündel hat Oracle für Business Intelligence (BI) geschnürt. Sie setzen sich laut Hersteller aus verschiedenen Ausgaben der Datenbank, Middleware, BI-Tools und Portaltechnik sowie den durch den Kauf von Siebel hinzugekommenen "Siebel Analytics" zusammen (siehe auch "Siebel drängt in den Analysemarkt"). Die "Oracle BI Standard Edition One" soll neben einer Einsteigerversion der Oracle-Datenbank "10g", das Tool "Oracle Warehouse Builder" für das Management und die Datenbewirtschaftung eines Data Warehouses, sowie Query- und Analysewerkzeugen auch neue Tools für den Aufbau von Dashboards enthalten. Es richtet sich laut Hersteller an kleine und mittelständische Kunden und soll im Lauf des nächsten Geschäftsjahrs erhältlich sein. Der Preis liegt bei 25 000 Dollar, wobei das Lizenzmodell nicht im Einzelnen erläutert wurde.

Die "Standard Edition" richtet sich in erster Linie an bestehende Oracle-Kunden, die ihre BI-Umgebungen ausbauen wollen. Sie umfasst die hauseigenen Java-Kompenten "Oracle BI Beans" für den Aufbau analytischer Anwendungen, den "Oracle BI Discoverer" für Adhoc-Abfragen, Reporting, Analyse und Dashboards, die Berichts-Engine "Oracle Reports" sowie das "Oracle BI Spreadsheet Add-In", mit dem ein Zugriff auf die Daten des Oracle-Olap-Severs aus Microsoft Excel möglich ist. Die "Enterprise Edition" umfasst neben den genannten Tools auch Analysetechnik von Siebel und Oracles Middleware "Fusion" sowie beispielsweise Features für mobile Lösungen und zur Integration in Microsoft Office. Die Enterprise- und Standard-Versionen sind laut Hersteller jetzt verfügbar. Ihre Lizenzierung erfolgt per "namend user" und beläuft sich auf 400 Dollar pro Benutzer in der Standard Edition und 1500 Dollar für die Enterprise-Variante.

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