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Oracle optimiert Datenbank "10i" für Linux

11.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Hersteller Oracle will die kommende Version seiner Datenbank im September 2003 vorstellen. Der 9i-Nachfolger wird zwar unter der Bezeichnung "10i" entwickelt , kommt laut Marketing-Chef Mark Jarvis jedoch voraussichtlich unter anderem Namen auf den Markt. Der Fokus der Entwicklung liege auf der Unterstützung von Linux-Technologien. So soll 10i auf den Einsatz in Linux-Clustern und Grid-Umgebungen optimiert werden, sagte Jarvis. Demnach werde die neue Datenbank einige Funktionen aufweisen, die sich nur beim Einsatz mit dem quelloffenen System nutzen lassen und in der Windows-Version nicht zur Verfügung stehen.

Linux sei eindeutig das am schnellsten wachsende Betriebssystem. Ziel von Oracle sei es, dieses Wachstum zu unterstützen und Linux-Cluster zu fördern. In der Entwicklung seien zudem Technologien, mit denen sich die Ressourcen in einem Grid verteilen sowie Rechnerverbände aktualisieren und erweitern lassen, ohne sie vom Netz nehmen zu müssen. Entsprechende Anwendungen werden laut Jarvis zunächst exklusiv von Oracle vertrieben, sollen aber später der Open-Source-Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Der Hersteller erhofft sich dadurch ähnliche Synergie-Effekte wie bei dem für 9i angebotenen CFS (Cluster File System). Das System wurde ursprünglich für Linux entwickelt und im Quelltext veröffentlicht. Mittlerweile sei es auch Bestandteil der Windows-Version, obwohl Windows eigene Cluster-Techniken mitbringe, sagte Jarvis. (lex)