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Oracle-Manager wird Eclipse-Chef

01.06.2004

Mike Milinkovich, ehemals bei Oracle als Vice President für Application Server Technical Services zuständig, wird der erste Executive Director der von IBM ausgegründeten Eclipse Foundation.

IBM hat das Open-Source-Project Eclipse 2001 mit dem Ziel gegründet, eine industrieweit standardisierte quelloffene Java-Entwicklungsplattform bereitzustellen, und wesentliche Teile der zugrunde liegenden Software gestiftet. Anfang Februar kündigte IBM auf der Konferenz EclipseCon im kalifornischen Anaheim die Ausgliederung als Nonprofit-Organisation an. Bis dahin leitete der IBM-Mitarbeiter Skip McGaughey das Projekt (Computerwoche.de berichtete).

Zurzeit hat die Eclipse Foundation mehr als 50 Mitglieder und betreut gegenwärtig vier Open-Source-Projekte mit 19 Teilvorhaben. Die gesamte Technik sowie deren Quellcode sollen auch künftig frei verfügbar und lizenzfrei bleiben.

Milinkovich hatte seine Stellung bei Oracle zwei Jahre lang inne und war unter anderem Chef der mittlerweile nicht mehr existierenden Softwareschmiede Webgain, die die IDEs (Integrated Development Environments) "Visual Café" und "Webgain Studio" entwickelte und Mitte 2002 ihren "Toplink"-Geschäftsbereich an Oracle verkaufte (Computerwoche.de berichtete). Außerdem war er Mitglied der IBM-Sparte OTI (Object Technology International), die am Aufbau von Eclipse beteiligt war.

Zu seinen ersten Aufgaben als Executive Director von Eclipse zähle die Veröffentlichung der Version 3.0 der Entwicklungsumgebung im Frühsommer, sagte Milinkovich. Außerdem wolle er ein "Web Tools Platform Project" starten, das die Verbesserung von Web-Development-Tools zum Ziel habe. (lex)