Doag kommentiert News zur OpenWorld

Oracle-Kunden begrüßen Sun-Strategie und Softwaresupport

16.10.2009
Die Oracle-Anwendervereinigung Doag lobt einige der jüngsten Ankündigungen des Softwarekonzerns auf der "OpenWorld", übt aber auch Kritik.

Mit Spannung erwarteten die Oracle-Kunden, was Firmenchef Larry Ellison insbesondere zur Zukunft der Produkte des Übernahmekandidaten Sun sagen würde. Dementsprechend positiv nahmen sie die Äußerungen des Oracle-Managers auf, Java, MySQL, Open Source, Solaris und die Sun-Hardware-Technik weiterführen zu wollen. "Das sorgt für Sicherheit im Markt, auch wenn viele Details noch fehlen", so die Doag. "Klar dürfte aber sein, dass Oracle das gesamte Produkt-Portfolio von Sun weiterentwickeln wird, was auch durch die Kampfansage an IBM anschaulich wurde." (siehe auch "Oracle will mit Sun-Technik IBM angreifen")

Oracle-Software und Sun-Hardware in einer Box

Die Strategie von Oracle sei es künftig, "Out-of-the-Box"-Lösungen zu liefern. Ein Beispiel stelle das auf der Konferenz in San Francisco präsentierte Produkt "Exadata 2" dar: Ein Highend-Storage-System mit vorinstalliertem Betriebssystem und einer Oracle-Software, in diesem Fall eine Data-Warehouse-Anwendung. Nach Ansicht der Oracle-Kunden bietet Exadata 2 hochleistungsfähige Data-Warehouse- und OLTP-Funktionen. Das Produkt ist gegenüber dem Vorgänger Exadata 1 aufgrund der nun möglichen Skalierbarkeit in Sachen Performance und Speicher für Anwender mit unterschiedlichen Anforderungen geeignet.

Neuer Oracle Support

Auf der OpenWorld hat Oracle darüber hinaus das erweiterte Wartungsmodell "My Oracle Support" vorgestellt, was die Anwender mit großem Interesse verfolgten. "Kunden, die dem Softwarehaus ihre Systemkonfiguration offen legen, bekommen auf der Basis von Erkenntnissen, die der Hersteller im Support aller Kunden sammelt, Empfehlungen für proaktive Wartungsmaßnahmen, die speziell auf ihre IT-Umgebung zugeschnitten sind", beschreibt die Doag die Offerte. Prinzipiell lasse der Ansatz auf Verbesserungen in der Support-Qualität hoffen. Jedoch dürften nach Überzeugung der Anwendervereinigung nicht alle Oracle-Kunden bereit sein, ihre IT-Konfiguration dem Softwarekonzern in dieser Weise zu offenbaren.

Für die Kunden könnte sich das Patchen von Software vereinfachen, weil Oracle automatisch die Kompatibilität von Patches zueinander prüfe. Systemverwalter seien so in der Lage, Testsysteme automatisch zu patchen. Dort überprüfte Oracle-Patches lassen sich dann in die Produktivumgebungen überführen. Auf diese Weise, so hoffen die Anwender, könnten Administratoren Konflikte zwischen Einzelpatches und normalen Patchpaketen vermeiden.

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