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Oracle-Chef Ellison muss tiefer in die Tasche greifen.

23.11.2005
Um eine Klage wegen angeblichen Insider-Handels außergerichtlich aus der Welt zu schaffen, soll Oracle-CEO Lawrence Ellison 100 Millionen Dollar für wohltätige Zwecke spenden und 22 Millionen Dollar an Anwaltskosten übernehmen.

Mit der 122 Millionen Dollar schweren Geldbuße beendete ein kalifornisches Gericht nach knapp vier Jahren eine Aktionärssammelklage gegen Oracle. Die Kläger hatten Konzernchef Lawrence Ellison darin vorgeworfen, er habe im Jahr 2001 für 900 Millionen Dollar Oracle-Aktien verkauft - und kurz danach eine Gewinnwarnung ausgegeben. Nach dieser Mitteilung waren die Papiere nur noch halb so viel wert.

Um den Fall ad acta zu legen, hatte sich Multimilliardär Ellison im September dazu bereit erklärt, 100 Millionen Dollar aus der eigenen Tasche für wohltätige Zwecke zu spenden und die internen Kontrollen im Unternehmen zu verbessern (siehe auch: "Oracle-Chef Ellison legt Klage wegen Insider-Handel bei"). Die auf der Klägerseite entstandenen Anwaltsgebühren sollte Oracle als eigentlicher Adressat der Anschuldigungen wegen Insider-Handels übernehmen. Der zuständige Richter John Schwartz wehrte sich jedoch dagegen, dass diese Kosten auf die Anleger des Unternehmens abgewälzt werden, und rief die Parteien an den Verhandlungstisch zurück.

Die nun erzielte Einigung sieht vor, dass Ellison zusätzlich zu der Spende über 100 Millionen Dollar noch 22 Millionen Dollar an die insgesamt 13 Anwaltskanzleien der Ankläger zahlt. (mb)