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Oracle-Aktionäre: Kein Cash-Bonus für Ellison

16.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf einem Aktionärstreffen des kalifornischen Softwareherstellers Oracle strichen die Anteilseigner die Cash-Boni für Larry Ellison, Chief Executive Officer (CEO) und dessen Finanzchef Jeff Henley. Dem Bonusplan des Konzerns für das Fiskaljahr 2003 stimmten die Aktionäre zu. Branchenkenner werten die Maßnahme als Kritik an der Geschäftspolitik der Manager.

So musste Oracle im Laufe des vergangenen Jahres einen Umsatzrückgang verbuchen. Für schlechte Stimmung unter den Anteilseignern sorgten auch die Vertragsstreitigkeiten zwischen dem Konzern und dem Staat Kalifornien über ein 95 Millionen-Dollar-Projekt. Ferner kündigte Oracle europaweit die Entlassung von bis zu 600 Mitarbeitern an. Zudem prozessieren einige Aktionäre gegen Ellison und andere Führungskräfte wegen Verdacht auf Insider-Handel. Die Manager hätten, kurz bevor sie 2001 eine Gewinnwarnungen veröffentlichten, noch Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar verkauft. Nach der Bekanntmachung fiel der Aktienpreis um die Hälfte. (km)