Smart Metering in der Industrie

Optimale Ressourcennutzung in der Produktion

30.04.2021
Anzeige  Daten sind das Öl der heutigen Wirtschaft – aber nur wenn sie auch genutzt werden! Je schneller und unmittelbarer das geschieht, umso größer ist der Nutzen. Smart Metering ist eine der Schlüsseltechnologien für eine direkte und effiziente Datennutzung.
Betriebsstoff-Optimierung war früher kaum möglich. Doch mit Smart Metering lassen sich inzwischen erhebliche Einsparungen realisieren.
Betriebsstoff-Optimierung war früher kaum möglich. Doch mit Smart Metering lassen sich inzwischen erhebliche Einsparungen realisieren.
Foto: Pressmaster - shutterstock.com

Von dem berühmten Management-Guru Peter Drucker stammt der Satz: "Was man nicht messen kann, kann man auch nicht managen." Damit meinte er beispielsweise, dass zahlenbasierte Vorgaben eindeutig sind und keinen Raum für willkürliche Interpretationen bieten. Auch Zeitreihen von Soll-Ist-Abweichungen geben einen genauen Aufschluss über die erzielten Fortschritte. Und heute ermöglichen die immensen Datenströme aus der Produktion das Erkennen von wichtigen Zusammenhängen.

Der Wert von Daten beginnt mit dem Messen

Doch gerade die Messung und sofortige Nutzung aller für einen Geschäftserfolg relevanten Daten sind für viele Unternehmen ein Problem. Besonders groß ist die Herausforderung, wenn der Verbrauch von Betriebsstoffen im Industriebereich ermittelt werden soll. Dieser wird oftmals gar nicht wahrgenommen, da er in der Bilanz als Fixkosten erscheint. Der Verbrauch und die Kosten werden häufig nur geschätzt. Das führt dann dazu, dass keine konkreten Verbrauchsdaten erfasst werden und somit gilt das oben Gesagte: "Was man nicht messen kann, kann man auch nicht managen."

Dabei zeigt ein Blick auf den globalen Verbrauch von Betriebsstoffen das ganze Ausmaß dieser Problematik. Gemäß Eurostat ist die europäische Industrie für 40 Prozent des Wasserverbrauchs und für 36 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich. Weltweit liegt der industrielle Energieverbrauch sogar bei 54 Prozent. Diese Zahlen beweisen: Es lohnt sich, die Verbrauchsmaterialien in der Industrie - insbesondere in der Fertigung - genauer unter die Lupe zu nehmen. Zumal hier neben Wasser und Strom noch zahlreiche weitere Ressourcen benötigt werden, wie Industriegase, Öle, Druckluft und Schmiermittel.

Die Lösung: Smart Metering

Nur mit kontinuierlichem Monitoring kann diese Ressourcen-Nutzung optimiert werden. Smart Metering ist eine erprobte Technologie dafür, denn innovative und intelligente Messsysteme ermöglichen heute die Fernüberwachung des Verbrauchs in Echtzeit sowie den Informationsaustausch zwischen Zählern, Lieferanten und Geschäftskunden. In Deutschland wird Smart Metering zwar vor allem in der Funktion als intelligenter Energiezähler oder im Bereich von Smart City betrachtet, doch darüber hinaus gibt es noch viele andere wichtige Einsatzszenarien. Vor allem im Bereich des Internet of Things (IoT) sind nahezu unendlich viele Anwendungsfelder für Smart Metering zu finden.

Smart Metering unterscheiden sich gegenüber den altbekannten Mess- und Zählsystemen vor allem durch den Einsatz von Funktechnologien und Cloud-Anbindungen, sowie durch verschiedene zusätzliche Funktionen. Dazu gehören unter anderen Prognosen über die Restzeit eines Verbrauchsmaterials sowie vorbeugende Wartungshinweise aufgrund der Historie oder von Verschleißmessungen.

Wie zeichnen sich die Resourcen-Flußströme ab? Und wie lange reichen die Vorräte noch? - Antworten darauf liefert Smart Metering.
Wie zeichnen sich die Resourcen-Flußströme ab? Und wie lange reichen die Vorräte noch? - Antworten darauf liefert Smart Metering.
Foto: Comarch

Comarch Smart Metering for Industry

Das weltweit operierenden Software- und Beratungs-Unternehmen Comarch bietet hierzu eine neue Lösung an, mit der sich insbesondere in der Industrie die tatsächlichen Verbräuche ermitteln und die Lieferungen der benötigten Ressourcen optimieren lassen.

Die Comarch Smart Metering Lösung umfasst folgende Features:

  • Fernmessung des Verbrauchs der Betriebsstoffe und Übertragung der Daten in die Cloud

  • Erkennen von Leckagen und weiteren Infrastrukturproblemen

  • Automatisierte Rechnungslegung und Fakturierung

  • Vorausschauende Wartung auf Basis historischer Daten

  • Standard- und benutzerdefinierte Warnungen und Meldungen

  • Nachrüstung an einer bestehenden Infrastruktur

Natürlich können alle Lösungen an die jeweiligen Bedürfnisse optimal angepasst werden. Comarch hat hierzu ein sehr informatives Video produziert, in dem unter anderem auch auf die Umgebung von Smart Metering, wie ERP und Business Intelligence eingegangen wird.

Smart Metering in der Lebensmittelindustrie

Die Louis Ditzler AG - ein Schweizer Unternehmen aus der FMCG-Branche (Fast Moving Consumer Goods) - produziert hauptsächlich Tiefkühlkost. Zu den spezifischen Anforderungen des FMCG-Sektors zählen unter anderen eine gleichbleibend hohe Qualität der hergestellten Produkte sowie der kontinuierliche Zugriff auf Produktionsdaten. Dazu gehören auch die Verbrauchsdaten über die Betriebsstoffe, wie Wasser, Strom und Gas. Früher wurden diese Daten manuell erfasst, was mit hohen Kosten verbunden war, und auch keine automatische Datenanalyse ermöglichte. Doch heute kommt die Comarch Smart Metering Lösung zum Einsatz, die viele Vorteile bietet:

  • Fernablesung von Zählern in Echtzeit

  • Automatisierte Datenanalyse

  • Optimierung der Produktionskosten

  • Verbesserung der Produktionseffizienz

Die dafür erforderlichen Geräte wurden als Ergänzung zur bereits vorher von Comarch eingeführten Industrie 4.0-Lösung installiert. So ist es jetzt möglich, neben der Industrie 4.0-Lösung und der Comarch IoT Platform auch auf die Anwendung Comarch Smart Metering zuzugreifen. Damit zeigt sich die Weitsicht des Managements der Ditzler AG, als es seinerzeit um die Plattform-Einführung ging. "Durch die strategische Fokussierung nachhaltiger Produktion vom Feld bis zum Endproduktbesteht auch der Anspruch den Energieverbrauch der einzelnen Fertigungsschritte in Echtzeitmessbar zu machen und so Optimierungen und auch Energie- und Kosteneinsparungen aufzuzeigen. Mit den Smart Metering Devices von Comarch bestand die Möglichkeit diese Anforderung inkürzester Zeit und faktisch ohne internen Aufwand umzusetzen. Durch die nahtlose Integration mit der bestehenden Comarch IoT Cloud konnten die einzelnen Energie Zähler in wenigen Schritten mit den Smart Meter Devices verbunden und die Werte über NB-IoT ohne Erweiterung der Netzwerkinfrastruktur in allen Bereichen der Fabrik digitalisiert werden. Dieses Projekt hat gezeigt, dass die Entscheidung für Comarch als Digitalisierungspartner sich auch langfristig bezahlt macht." erinnert sich Andy Kunz, Leiter IT/BPM bei der Ditzler AG.

Alle Informationen rund um Smart Metering finden Sie in diesem White Paper.