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Opsware will das Rechenzentrum transparenter machen - auch finanziell

29.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das von unter anderem Marc Andreessen als Loudcloud gegründete und inzwischen unter Opsware firmierende Systems-Management-Softwarehaus hat mit der Vorstellung des "Opsware System 4.0" im kommenden September Interessantes vor: Für die Software soll unter anderem ein Modul namens "Data Center Intelligence" (DCI) optional erhältlich sein, das via Asset-Management die finanziellen Strukturen und Aufwendungen eines Rechenzentrums transparenter und damit verwalt- und optimierbarer macht. Für Anwender ist das in Zeiten wie diesen hoch interessant; Gartner schätzt, dass beim Betrieb eines Data Centers 65 Prozent der Kosten durch die Arbeit an Einrichtung und Betrieb von Servern, Datenbanken und Middleware sowie der Bewältigung von Änderungen an Applikationen entstehen.

Das unter dem Codenamen "Curie" entwickelte DCI wird anders als das Opsware System nicht mit unter einer Lizenz pro Server, sondern als Add-on für die zentrale Management-Konsole angeboten werden. Der genaue Preis steht nach Angaben von Produkt-Marketing-Director Raj Gossain noch nicht fest. Sollte die Software aber halten was der Anbieter verspricht, dürfte sie aus Sicht von "Computerwire" eine lohnende Investition darstellen.

Opswares Software unterstützt das Management aller wichtigen Betriebssysteme - Windows, Linux, Solaris, AIX und HP-UX - sowie von rund 60 Unternehmensanwendungen, eine spezielle Ausführung ist für Bladeserver mit ihrer besonderen Architektur erhältlich. Der Hersteller kooperiert mit unter anderem Microsoft, Sun, Bea und demnächst auch HP - einzig IBM, das mit ThinkDynamics einen mehr oder weniger Opsware-Konkurrenten übernommen hatte und eigene Produktpläne hegt, fehlt auf der Liste. (tc)