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Openshop fusioniert mit USU, entlässt und verliert Finanzvorstand

29.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Ulmer Softwareunternehmen Openshop und der Knowledge-Management-Experte USU AG, Möglingen, wollen ihre geschäftlichen Aktivitäten zusammenlegen. Openshop plant, noch bis Jahresende ein freiwilliges Übernahmeangebot abzugeben, wonach sieben Openshop-Aktien für fünf USU-Anteilsscheine ausgegeben werden sollen. Von dem Zusammenschluss erhofft sich Openshop deutliche Synergieeffekte.

Diese hat das Softwarehaus aus Ulm bitter nötig: In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag der Fehlbetrag nach einem Vorabbericht bei 15,7 Millionen Euro. Der Umsatz belief sich auf 3,6 Millionen Euro. Auf das dritte Quartal 2001 entfielen dabei ein Minus von 4,5 Millionen Euro und Einnahmen von lediglich 0,7 Millionen Euro. Vergleichszahlen nannte das schwäbische Unternehmen nicht. Um seine Kosten zu senken, sollen rund 30 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden. Zum 30. September zählte die Softwareschmiede 165 Angestellte.

Gleichzeitig gab Openshop den Rücktritt seines Finanzvorstands Peter Kühl bekannt. Der Manager wird zum Jahresende aus dem Unternehmen ausscheiden und künftig als Leiter der Finanzen bei der Mannheimer Febit AG anheuern. Sein designierter Nachfolger ist Bernhard Oberschmidt, der bislang noch als Chief Financial Officer (CFO) bei USU tätig ist.

Die Openshop-Anleger reagierten nur leicht verstimmt auf die schlechten Nachrichten: Das Wertpapier sank nach Bekanntwerden der um drei Prozent auf 6,50 Euro. (ka)