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Online-Musikvertreiber sagen Tauschbörsen den Kampf an

18.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Vorstände der amerikanischen Online-Musikvertreiber Musicnet, Pressplay, Full Audio, Listen.com und Rioport sprachen gestern bei einer Podiumsdiskussion in Boston über die Zukunft des digitalen Musikmarkts. Dabei äußerten sich die Konkurrenten sehr einheitlich zu den großen Herausforderungen der Branche. Vor allem die nicht autorisierten Tauschbörsen haben die kommerziellen Anbieter künftig im Visier. Diese müssten zur Etablierung von Abonnement-Systemen vollständig aus dem Internet verschwinden. "Die Einführung wird schneller zu bewerkstelligen sein, wenn es Musik nicht mehr umsonst gibt", sagte Alan McGlade, CEO (Chief Executive Officer) von Musicnet.

Ferner seien Lizensierungsverträge mit den Giganten des E-Commerce der beste Weg, um Internet-Kunden zu gewinnen. Die Abkommen mit den großen Plattenfirmen, bisher noch ein Stolperstein für den digitalen Musikmarkt, sollten weiter vereinfacht werden, um den Online-Musikmarkt schneller voranzutreiben.