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Online-Musikdienste müssen noch Kinderkrankheiten überstehen

20.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Kostenpflichtige Online-Musikdienste können ihre Umsätze bis ins Jahr 2005 auf 1,6 Milliarden Dollar steigern. Dafür müssen sie allerdings ein breit gefächertes Angebot vorweisen und Restriktionen beispielsweise beim Brennen von CDs aufheben. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von IDC. Die Kunden seien hungrig nach Online-Musik, allerdings liege das Schicksal der Abo-Dienste in den Händen der Plattenlabels und ihrer Lizenzpolitik. Anbieter, die nur über ein eng begrenztes Angebot verfügen, haben laut IDC keine Zukunft.

"Musikkäufer wollen online genauso shoppen wie offline im Plattenladen, wo sie auch nicht wissen müssen, welcher Künstler bei welcher Plattenfirma unter Vertrag steht", erklärt IDC-Analystin Susan Kevorkian.

Nicht nur die Lizenzpraktiken der großen Labels wie AOL Time Warner oder BMG lassen zu wünschen übrig. Auch die Bemühungen der Branche, das Brennen auf CDs und das Übertragen von Musiktiteln vom PC auf den MP3-Players zu unterbinden, verhindern den Erfolg der Branche.

Kevorkianist ist jedoch optimistisch. In ein paar Jahren werden die Kinderkrankheiten überstanden sein. "Das ist noch eine sehr junge Technologie, und der Markt braucht Zeit, um sich zu entwickeln."