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Online-Einkäufe: Umsatz in den USA steigt weiter

21.02.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz der schwachen Konjunktur sind die Gesamteinnahmen aus Online-Einkäufen in den USA im vierten Quartal 2001 im Jahresvergleich gestiegen. Nach Untersuchungen des US-Statistikamts Census Bureau kletterten die Umsätze um 13,1 Prozent von 8,88 Milliarden auf rund zehn Milliarden Dollar - Einnahmen aus dem Touristik- und Lebensmittelbereich nicht miteinberechnet. Gegenüber dem vorhergegangenen Quartal nahmen die Umsätze sogar um zirka 34,4 Prozent zu. Verglichen damit stiegen die Gesamteinnahmen des Einzelhandels nur um 9,5 Prozent an. Offensichtlich haben die Online-Shops stärker vom Weihnachtsgeschäft profitiert als die Brick- and Mortar-Shops.

Nach Ansicht von Chris Kelly, Analyst von Forrester Research, ist der Zuwachs im Online-Shopping-Bereich vor allem Neukunden zuzuschreiben. Der Marktforscher vermutet, dass viele US-Amerikaner nach den Terroranschlägen vom 11. September das Web nutzten, um Spenden via Internet zu überweisen. Anschließend hätten sie noch ein paar Einkäufe getätigt. Außerdem geht Kelly davon aus, dass die Angebote im Web günstiger waren und deshalb angesichts der Konjunkturkrise stärker genutzt wurden.

Insgesamt setzten die Online-Händler im vergangenen Jahr rund 32,6 Milliarden Dollar um. Dies entspricht einer Steigerung um 19,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (27,3 Milliarden Dollar). Die Erlöse des Einzelhandels insgesamt wuchsen im Vergleich nur um 3,3 Prozent. (mb)