So geht bewerben heute

Ohne viel Aufwand zum nächsten Job

05.12.2018
Von   
Michael Sudahl lebt in Stuttgart und arbeitet in Schorndorf. Der gelernte Banker und Journalist beschäftigt sich seit 20 Jahren mit den Themen Personal, Karriere und IT. Daneben berät er Firmen in internen und externen Kommunikationsfragen, erstellt Kundenmagazine, schreibt Fachartikel und moderiert Prozesse rund um die Felder Unternehmensstrategie, öffentliche Wahrnehmung und Unternehmenskultur. Darüber hinaus hat er eine mehrjährige Ausbildung zum Körpertherapeuten (Cranio) abgeschlossen und ist inzwischen ebenfalls als Coach und Trainer tätig. 
Softwareentwickler können sich vor Job-Angeboten kaum retten. Doch nur selten ist der passende Job dabei, meist stimmen einzelne Faktoren nicht.

Außerdem scheuen 80 Prozent aller Berufstätigen in Deutschland den Bewerbungsaufwand. Wir haben sieben Tipps zusammengestellt, mit denen es ohne viel Aufwand zum nächsten Job geht:

1.) LinkedIn und Xing-Profil aktuell halten

Wer auf seinen Profilen Details und Kenntnisse nennt, darf hoffen, dass sich Headhunter und Personalsucher diese Fakten anschauen und prüfen, ob die fachlichen Fähigkeiten zu den gesuchten passen. Allerdings sieht auch der eigene Chef, wenn auf einmal sämtliche Jobstationen nachgetragen werden. Damit er keinen Verdacht schöpft, die Profile besser peu a peu aktualisieren.

Mit diesen sieben Tipps kommen Sie ohne viel Aufwand zum nächsten Job.
Mit diesen sieben Tipps kommen Sie ohne viel Aufwand zum nächsten Job.
Foto: Dean Drobot - shutterstock.com

2.) Freunde und Bekannte

Freunde und Bekannte können eine gute Quelle für einen neuen Job sein. Oder eine Katastrophe. Voraussetzung, um Leute aus dem privaten Umfeld auf Jobsuche zu schicken, sollte deren Reputation sein. Das heißt: vorab zu fragen und prüfen, ob der Bekannte überhaupt das Standing im Unternehmen hat, einen Kandidaten vorschlagen zu dürfen. Kommt im Umkehrschluss die Bewerbung des Data-Analysten vom Pförtner, kann das im schlimmsten Fall schädlich sein. Die Bewerbung kommt nicht ans Ziel.

3.) Automatisierte Jobsuche

Statt auf Jobbörsen wie Stepstone, Monster, etc. nach neue Jobs zu fahnden, können Suchende heute ohne viel Aufwand den Traumjob finden. Anbieter wie etwa Instaffo, ein Startup aus Heidelberg, haben die Jobsuche automatisiert. Einmal Vita, Qualifikationen, Gehaltswunsch und Karriereziele in ein Profil eintragen und sich zurücklehnen. Ein Algorithmus "matcht" Bewerber mit passgenauen Stellen - ganz ähnlich den Verfahren bekannter Dating-Portale. Genauso anonym und mit hoher Treffsicherheit. Unternehmen laden per Klick zum Interview ein. Was wegfällt: Lästige Anschreiben und Jobangebote, die einfach nicht passen.

4.) Abonniere Firmen-Newsletter

Jeder hat die eine oder zwei Top-Adressen im Kopf. Arbeitgeber, bei denen man gerne einmal arbeiten würde. Diese suchen oft via Newsletter IT-Fachleute. Also: Eintragen. Und wer weiß, vielleicht flattert schon morgen der Traumjob von Adidas, Google oder BWM ins Postfach. Das sind zumindest sehr beliebte Arbeitgeber, wenn die Umfragen von Kununu & Co. stimmen.

5.) Social-Media der Top-Firmen

Alternativ lohnt es sich, die Social-Media-Seiten der Top-Firmen zu liken und ihnen zu folgen. Auch hier werden immer wieder aktuelle Stellenausschreibungen gepostet. Allerdings ist der Weg vom Marketing (das die Facebookseite betreut) bis zum verantwortlichen HR-Manager, der Personal einstellt, unter Umständen lange. Trotzdem kann sich das Interesse lohnen - spätestens im Vorstellungsgespräch schadet Wissen über den künftigen Arbeitgeber nicht.

6.) Lebenslauf und Arbeitszeugnisse vorbereiten

Lebenslauf und Arbeitszeugnisse vorbereiten ist ein regelmäßiges To-do. Einmal im Jahr einen Blick auf die Unterlagen zu werfen, reicht meist aus. Es sei denn, man ist Jobhopper. Dann bitte monatlich den Check machen und schauen, ob alle Dokumente in der richtigen Reihenfolge vorliegen und digitalisiert sind.

7.) Fachmessen

Wer im Job sowieso Fachmessen besucht, kann diese nutzen, um dort mit interessanten Firmen ins Gespräch zu kommen. Zwar steht am Stand meist das Vertriebspersonal, aber mitunter haben die Kollegen Kontakte in die Personalabteilung - oder der HR-Manager ist ebenfalls auf der Messe, weil er passende Leute bei der Konkurrenz sucht. Es schadet nicht, die eigene Bewerbungsmappe im Handgepäck dabei zu haben und im Ernstfall vorlegen zu können.