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Österreich will Buchpreisbindung kippen

26.05.2000
Katastrophe für Amazon.de, BOL und Co.?

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der österreichische Nationalrat hat in dieser Woche überraschend einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Buchpreisbindung beschlossen - allerdings nur für Internet-Anbieter. Das würde bedeuten, dass die Web-Buchhändler der Alpenrepublik zum einen den klassischen deutschsprachigen Buchhandel, zum anderen aber die Online-Konkurrenz in Deutschland und der Schweiz preislich unterbieten könnten - ein enormer Wettbewerbsvorteil.

Der österreichische Internet-Buchhandel Libro spuckt bereits große Töne: "Wir wollen den deutschen Markt aufrollen", erklärte Firmensprecher Heinz Lederer gegenüber der "Financial Times Deutschland". Auf deutscher Seite regt sich entsprechender Widerstand. "Wir werden alles tun, damit das Gesetz nicht in Kraft tritt", erklärte Eugen Emmerling vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels.