Consulter und Computer:

Ökonomischer Nutzen als Nebensache

01.04.1977

BONN (ee) - "Es kann nicht Sinn des Einsatzes der Computertechnologie sein, die aus ihr gewonnenen Vorteile zur Bezahlung der Arbeitslosenunterstützung der durch sie freigesetzten Arbeitskräfte zu verwenden", mahnt ein Memorandum, das der Bundesverband deutscher Unternehmensberater an den Bundestag adressiert hat.

Das Memorandum ist das späte Ergebnis der JKD-Fachtagung der Gruppe "Datenverarbeitung" im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU), die zum Thema "Nutzen der Datenverarbeitung für den Einzelnen, den Betrieb und für die Allgemeinheit" Stellung bezog.

Das Menetekel der Consulter zielt vor allem auf die beschäftigungspolitischen Konsequenzen der zunehmenden "Computerisierung"; wobei "der Computereinsatz nicht nur nach dem dabei entstehenden ökonomischen Nutzen gesehen werden dürfe".

Der BDU mahnt deshalb die Mitglieder des 8. Deutschen Bundestages, bei künftigen gesetzlichen Entscheidungen auf dem Sektor EDV, "die Beeinträchtigungen unserer Gesellschaft durch den Computereinsatz zu minimieren".

Außer Zweifel steht für die Consulter, daß auf die umfassende Ausbildung in Computertechnologie für nahezu alle beruflichen Tätigkeiten "intensives Interesse" zu richten ist.