Fritzbox

Öffentliche DNS-Server nutzen

07.07.2020
Von 
Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Standardmäßig nutzt die Fritzbox die vom Provider vorgegebenen DNS-Server für die Namensauflösung. Wenn diese Server aber zu langsam sind oder den Aufruf bestimmter Seiten sperren, lohnt es sich meist, frei zugängliche Server einzutragen.

Benutzeroberfläche öffnen

Eine Einschränkung gilt es allerdings zu beachten: Das Ganze funktioniert in der Regel nur mit Fritzboxen, die Sie im freien Handel erworben haben. Router, die der Internet-Provider bereitstellt, sind an vielen Stellen eingeschränkt, sodass ihnen üblicherweise die entsprechende Einstellmöglichkeit fehlt.

Um alternative DNS-Server einzurichten, folgen Sie bei einer Fritzbox 6591 Cable den im Anschluss beschriebenen Schritten. Die Vorgehensweise sollte sich aber sinngemäß auf alle modernen AVM-Router übertragen lassen.

Öffnen Sie als Erstes die Fritzbox-Benutzeroberfläche, indem Sie in einem beliebigen Browser die Adresse fritz.box aufrufen. Nachdem Sie sich mit Ihrem Passwort angemeldet haben, schalten Sie die erweiterte Ansicht ein. Sie finden die Option, wenn Sie oben rechts auf die drei untereinanderstehenden Punkte klicken.

Tab DNS-Server aufrufen

Danach navigieren Sie über die linke Seitenleiste zu Internet / Zugangsdaten. Wechseln Sie im folgenden Dialog zum Tab DNS-Server. Je nachdem, ob bei Ihnen nur IPv4 oder Dual Stack beziehungsweise Dual Stack Lite (DS Lite) aktiviert ist, finden Sie auf dieser Seite Einstelloptionen für IPv4, IPv6 oder für beides.

DNS-Server auswählen

Klicken Sie nun auf den entsprechenden Radio Button, zum Beispiel Andere DNSv4-Server verwenden. Anschließend können Sie in den zwei Feldern Bevorzugter DNSv4-Server und Alternativer DNSv4-Server die jeweiligen IP-Adressen eintragen. Verfahren Sie gegebenenfalls mit den Adressen für IPv6-DNS-Server analog.

Welche öffentlichen DNS-Server Sie nutzen, ist weitgehend Geschmackssache. Beachten sollten Sie aber, dass der DNS-Anbieter sehen kann, welche Webseiten Sie aufrufen. Schließlich müssen ja die Domain-Namen aufgelöst werden, sodass sich darauf basierend - zumindest teilweise - das Surfverhalten ableiten lässt.

Es gibt drei größere internationale Anbieter von Public-DNS-Diensten, die folgende IP-Adressen verwenden:

Cloudflare

1.1.1.1 und 1.0.0.1 (IPv4)

2606:4700:4700::1111 und 2606:4700:4700::1001 (IPv6)

Quad9

9.9.9.9 und 149.112.112.112 (IPv4)

2620:fe::fe und 2620:fe::9 (IPv6)

Google

8.8.8.8 und 8.8.4.4 (IPv4)

2001:4860:4860::8888 und 2001:4860:4860::8844 (IPv6)

Nachdem Sie die jeweiligen Adressen eingetragen haben, müssen Sie nur noch auf Übernehmen klicken. Ob die Fritzbox die neuen DNS-Server verwendet, sehen Sie in der Benutzeroberfläche unter Internet / Online-Monitor / Genutzte DNS-Server. (ad)