Consumer-Geschäft erfüllt Erwartungen nicht

OECD sieht Chancen für E-Commerce eher skeptisch

02.10.1998

Anders verhält es sich mit dem Business-to-Business-Geschäft, das im Berichtszeitraum rund 80 Prozent des gesamten E-Commerce-Kuchens ausmachen soll. Der Gesamtmarkt wächst laut OECD bis zum Jahr 2003 auf ein Volumen von zirka einer Billion Dollar.

In einer Studie wird trotz des vergleichsweise geringen Gesamtvolumens auf das rasante Wachstum des Internet-Geschäft hingewiesen. In den kommenden fünf Jahren bleibe jedoch das Konsumentengeschäft unterrepräsentiert, es werde im Jahr 2003 bei zirka 20 Prozent des Gesamtmarktes, das entspricht etwa 200 Milliarden Dollar, liegen.

Als Gründe für das geringe Interesse am Einkauf im Netz nennen die OECD-Mitarbeiter für Europa den nach wie vor teuren Netzzugang sowie die Abneigung der Anwender, persönliche Daten zugänglich zu machen. Außerdem kämpften die Anbieter in dieser Region mit verschiedenen Sprachen, Steuersystemen und Währungen.

Weltweit stehen einer ungehemmten E-Commerce-Entwicklung vor allem Sicherheitsbedenken entgegen. Vielen ist das Risiko, die Kreditkarten-Nummer im Netz anzugeben, noch immer zu groß, außerdem befürchten sie, Betrügern in die Hände zu fallen. Electronic Commerce könnte laut OECD zu einem bloßen Handelskanal verkommen der sich von anderen kaum unterscheide.