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OASIS will Standard für Office-Anwendungen

21.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Industriekonsortium OASIS (Organization for the Advancement of Structured Information Standards) macht sich für die Entwicklung von Standards für Office-Dateiformate stark. Das neu eingesetzte Open Office XML Format Technical Committee soll ein auf XML (Extensible Markup Language) basierendes Format entwickeln, in das sich Dokumente aus Textverarbeitungen, Tabellenkalkulationen und Präsentations-Tools speichern lassen. Der Vorteil eines offenen Dateiformats ist, dass Anwender auch dann noch Zugriff auf ihre Daten haben, wenn die Software, mit der die Dokumente erstellt wurden, nicht mehr in Gebrauch ist. Das löse vor allem in Unternehmen eine Reihe von Problemen, sagte Komitee-Initiator und Sun-Cheftechnologe Simon Phillips. Denn Daten ließen sich mit Hilfe des Standards herstellerunabhäng über längere Zeiträume

maschinenlesbar vorhalten.

Corel, Anbieter der Textverarbeitung Word Perfect und ebenfalls Gründungsmitglied des Komitees, verspricht sich Vorteile von einem einheitlichen Format. Das Open-Source-Projekt Openoffice.org hat das XML-basierende Dateiformat seines Büropakets in den Entwicklungsprozess eingebracht. Microsoft, ebenfalls OASIS-Mitglied, arbeitet nicht an dem Standard mit. Das zur Zeit als Betaversion verfügbare Office 11 unterstütze XML, sagte eine Unternehmenssprecherin. Dabei halte man sich an den vom Web-Konsortium W3C verabschiedeten XML-Standard XSD 1.0 (XML Schema Definition Language). Demzufolge werde Office 11 dem OASIS-Standard genügen, wenn dieser XSD-konform entwickelt wird. (lex)