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Oasis ratifiziert XML Standard für Geschäftsdokumente UBL 1.0

09.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Herstellerkonsortium Oasis hat die Universal Business Language (UBL) 1.0 ratifiziert. UBL definiert ein einheitliches und branchenübergreifendes Vokabular für Geschäftsdokumente. Zweck der Sprache ist es, einen kostengünstigen und globalen elektronischen Datenaustausch über XML zu ermöglichen.

Die Sprache soll keine vollständige Lösung für alle Branchen und Anwendungsfälle bieten, sondern einen kleinsten gemeinsamen Nenner definieren. Sie konzentriert sich auf Dokumententypen, die im E-Commerce zwischen der Erteilung eines Auftrags und der Rechnungsstellung anfallen. Aufgrund ihres modularen Ansatzes erlaubt die UBL notwendige Erweiterungen für spezielle Handelsbeziehungen.

Die Architektur der UBL sieht als kleinste Bausteine nicht Standarddokumente für Aufträge oder Rechnungen vor. Vielmehr definiert sie eine Bibliothek aus XML-Schemata, die jeweils einzelne Dokumentenelemente beschreiben. Dazu zählen typische Bestandteile eines Business-Dokuments wie Adresse, Stückzahl oder Zahlungsweise. Im UBL-Jargon heißen sie "Business Information Entities" (BIE). Die Oasis-Arbeitsgruppe unter Leitung des XML-Pioniers Jon Bosak entwickelte daraus Muster für verschiedene Dokumententypen, die ebenfalls Teil der Spezifikation sind. Dabei handelt es sich aber nicht um Beispiele für Aufträge oder Rechnungen, sondern um eine verbindliche Struktur für die betreffende Gattung. Sie schreiben nämlich eine bestimmte Anordnung der kleinen Bausteine innerhalb des Dokuments vor. UBL kann frei und ohne jegliche Lizenzgebühren verwendet werden. (ws/rg)