Nur wenige SAP-Anwender würden für Duet ein ERP-Upgrade vornehmen

21.08.2006
Das Interesse an der von Microsoft und SAP entwickelten Lösung zur Integration des Office-Frontends mit dem SAP-Backend ist groß, doch nur wenige sehen dies als Anlass, auf neue Releases zu migrieren, hat AMR Research festgestellt. Duet setzt den "Web Application Server" und "Mysap ERP 2004" sowie Office, Windows und Exchange Server voraus.

Da die meisten SAP-Kunden gleichzeitig Office-Software von Microsoft nutzen, haben sie für "Duet" ein offenes Ohr. Nach den Erfahrungen des Marktforschungsunternehmens AMR Research fragen sie sich allerdings, was das Produkt sie kostet und ob es bereits ausgereift ist. Kosten entstehen neben der Anschaffung und Installation der Duet-Software durch an fälliges Upgrade des ERP-Systems auf Mysap ERP 2004. Zudem müssen Anwenderfirmen den zur Netweaver-Plattform gehörenden Web Application Server einführen. Microsoft-seitig wird Exchange, Windows Server 2003 sowie Office 2003 Professional vorausgesetzt.

Duet (vormals als "Project Mendocino" bekannt) besteht aus einem Integrations-Server, der zwischen Microsofts Office/.NET-Welt und SAPs ERP- und Netweaver-Plattform vermittelt. Mit diesem Konzept sind beispielsweise Sachbearbeiter in der Lage, Buchungen in SAP-Tabellen vorzunehmen, ohne hierzu ihre Office-Umgebung zu verlassen (siehe auch den Beitrag "Brücken bauen mit Duet" auf COMPUTERWOCHE TV). Erforderliche SAP-Felder und -Masken werden innerhalb einer Ansicht in einem Microsoft-Programm wie "Outlook" oder "Excel" angezeigt. Fehler bei der Datenerfassung, redundante Datenhaltung sowie doppelte Dateneingaben sollen so vermieden werden. SAP und Microsoft versprechen Firmen, dass Duet die Produktivität der Mitarbeiter steigert, vor allem von solchen, die bislang noch nicht mit ERP-Lösungen zu tun hatten.

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