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Nur 50 Prozent würden für Online-Content zahlen

09.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mehr als die Hälfte der deutschen Internet-Nutzer sind derzeit nicht bereit, für Informationen oder Services im Internet Geld auszugeben. Dies geht aus der Sonderauswertung "Content und Navigation im WWW" der 13. Internet-Benutzer-Analyse " W3B " vom Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß hervor. Nur etwa ein Fünftel der 96.611 Befragten Online-User signalisierte die Bereitschaft, für hochwertige aktuelle Informationen, Daten 0der Nachrichten im Internet zu bezahlen. 15,6 Prozent können sich eine kostenpflichtige Online-Nutzung von Programmen und Software vorstellen. Für das Herunterladen von Musik- und Video-Dateien wären nur 14,3 Prozent bereit, Geld auszugeben.

Die weit verbreitete Angst vor einer Kannibalisierung von Print- und Online-Medien ist dagegen weitgehend unbegründet, so die aktuelle Auswertung der im Herbst 2001 vorgenommenen Befragung. Lediglich 18,3 Prozent der Surfer können sich vorstellen, ihre Lieblingszeitung oder -zeitschrift künftig nur noch online zu lesen; das sind vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Erhebung zufolge betrachten die Online-User den Internet-Auftritt einer Publikation mehrheitlich als Ergänzung zur Print-Ausgabe. Im Web erwarten sie an erster Stelle die vollständigen Versionen der gedruckten Artikel (62,9 Prozent) sowie Zusatzinformationen zu den gedruckten Beiträgen (59,7 Prozent). Mit gekürzten Versionen geben sich dagegen nur 21,5 Prozent zufrieden. (jw)