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Novell gewährt Einblick in Cluster-Pläne

26.03.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Rahmen der Entwicklerkonferenz "Brainshare" in Utah hat Novell einen Einblick in seine Cluster-Roadmap gewährt. Mit der neuen "Orion-II"-Technologie sollen sich zwölf oder mehr Netware-5-Server zu einem Verbund mit gemeinsam genutztem Massenspeicher verbinden lassen. Orion II, das in der zweiten Jahreshälfte als "Novell Cluster Services" auf den Markt kommen soll, bietet darüber hinaus eine weitreichende Integration mit dem hauseigenen Verzeichnisdienst "Novell Directory Services" (NDS). Ein Administrator kann damit den ganzen Cluster als Objekt des NDS-Verzeichnisbaums verwalten und sofort sehen, welche Ressourcen welchem Server zugeordnet sind.

Ein Manko mußte Novell allerdings bereits vorab einräumen: Die Cluster Services werden kein automatisches Load Balancing unterstützen, die automatische gleichmäßige Verteilung von Aufgaben an die Maschinen innerhalb des Cluster-Verbunds. Dieses Feature will die Provo-Company in einer späteren Version nachreichen. Dann soll auch die von Microsoft, Intel und Compaq entwickelte Verbindungsarchitektur Virtual Interface Architecture (VIA) ebenso Eingang in Novells Lösung finden wie die Möglichkeit, Server-seitig verteilte Java-Anwendungen zu fahren.