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Novell erklärt sich zur Internet-Company

09.02.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Novell will nicht länger "nur" Netzwerk-Betriebssysteme und Verzeichnisdienste anbieten, sondern sich zu einem Anbieter von "Net Services Software" wandeln. Dies erklärte die Company gestern im Rahmen einer groß angelegten Marketing-Veranstaltung. In einer massiven Anzeigenkampagne wird CEO (Chief Executive Officer) Eric Schmidt darüber hinaus in Form eines "Offenen E-Briefs" seine Vision von Novell als dem Anbieter von Infrastruktur-Software für das "eine Netz" ("One Net") ausbreiten - die Kombination aus Intra-, Extra- und Internet, in dem Unternehmen mit ihren Partnern und Kunden agieren.

Auf der Produktseite soll sich die Neuausrichtung zunächst in dreifacher Hinsicht manifestieren:

Mit "iChain" können Systemadministratoren die Zugriffsrechte von Anwendern auf Applikationen in Intra- und Extranets steuern. Zugrunde liegen der Lösung der Verzeichnisdienst "eDirectory" (so lautet der neue Name für die guten alten Novell Directory Services = NDS) und DirXML, eine von Novell ersonnene - und damit proprietäre - Metasprache für den Austausch von Verzeichnisinformationen. Ausgewählte Partner sollen das Produkt in rund zwei Monaten zum Test erhalten, die endgültige Verfügbarkeit sowie Preise stehen noch nicht fest.

"ZENworks for networks" - für Netware und NT bereits erhältlich - gestattet die gezielte Verteilung von Bandbreiten innerhalb eines Netzes - und zwar sowohl für bestimmte Anwendungen (beispielsweise Video-Streaming) als auch abhängig vom Benutzer (unabhängig vom Rechner) - Stichwort "Policy based Networking".

"ZENworks for servers" erlaubt es einem Systemadministrator, standardisierte Server-Konfigurationen zentral über das Netz zu verwalten. Das Produkt kommt nächsten Monat für Netware und im Sommer für NT auf den Markt.