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Novell bringt Groupwise für Linux

22.03.2004

Novell hat auf der CeBIT weitere Details seiner Open-Source-Strategie bekannt gegeben. der nächste Schritt ist demnach die Markteinführung einer Linux-Version der Groupware "Groupwise 6.5".

Die Software wird ab dem 30. März für die Linux-Distributionen von Suse und Red Hat verfügbar sein, sagte die für Europa zuständige Marketing-Chefin Marina Walser. Groupwise bietet unter anderem den Zugriff auf E-Mail-, Kalender- und Instant-Messaging-Funktionen und ist bislang für die Betriebssysteme Netware sowie Windows NT und 2000 verfügbar. Kunden, die Groupwise bereits auf einer dieser Plattformen einsetzten, erhalten die Linux-Version kostenlos. Wer von einem Konkurrenzprodukt umsteigt, bekommt die Software zum Upgrade-Preis. Genaue Preisangaben finden sich bei Novell.

Der ehemalige Suse-Geschäftsführer Richard Seibt, seit der Übernahme durch Novell zuständig für das Emea-Geschäft, bestätigte unterdessen Pläne, das Linux-Administrations-Tool "Yast" (Yet another Setup Tool) künftig unter die GPL (GNU General Public Licence) zu stellen (Computerwoche.de berichtete).

Geplant ist außerdem ein Patch-Management unter der Bezeichnung "ZenWork". Es soll auf Komponenten des Herstellers Patchlink basieren und die automatisierte Verteilung von Bugfixes und Sicherheits-Updates für Windows-Systeme übernehmen. Der Preis liegt bei 18 Dollar pro verwaltetem Rechner und Jahr.

Noch nicht geklärt ist laut Seibt, welcher Linux-Desktop in Zukunft bevorzugt unterstützt wird. Suse setzte mit seiner Distribution bislang vor allem auf KDE, Novell hat im Sommer 2003 mit Ximian die Entwicklung an der grafischen Benutzerführung Gnome übernommen. (lex)