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Nortel profitiert von Einmaleffekten

04.08.2006
Nortel hat im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben und dabei von einem Buchgewinn aus einer Aktionärsklage profitiert.

Der kanadische TK-Ausrüster wies für den Ende Juni abgeschlossenen Berichtszeitraum einen Nettogewinn von 366 Millionen Dollar oder acht Cent pro Aktie aus nach einem Verlust von 33 Millionen Dollar oder einem Cent je Anteilschein im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das aktuelle Ergebnis enthält einen Zugewinn von 510 Millionen Dollar aus dem Wert von Aktien, die Teil eines Vergleichs einer Sammelklage von Anlegern waren.

Beim Umsatz konnte Nortel im Jahresvergleich von 2,62 Milliarden Dollar um fünf Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar zulegen. Die Einnahmen stiegen in den Bereichen mobile und konvergente Netze, waren dafür aber bei Unternehmens- und Paketnetzen rückläufig. Die Bruttomarge ging von 43 auf 39 Prozent zurück; nach seinem halbwegs überstandenen Bilanzskandal hat das Unternehmen Probleme, zu nachhaltiger Kernprofitabilität zurückzufinden. Der Auftragseingang stieg immerhin um 22 Prozent, für das laufende dritte Quartal erwartet Nortel deswegen zehn Prozent Umsatzplus. (tc)