Netztechniksparte betroffen

Nokia streicht weitere 550 Stellen

21.02.2003
MÜNCHEN (CW) - Der Handy-Hersteller Nokia baut in seiner Konzernsparte Netztechnik weitere 550 Arbeitsplätze ab.

Betroffen seien ausschließlich Mitarbeiter in den Bereichen Forschung und Entwicklung, teilte das Unternehmen mit. Unter anderem würden entsprechende Standorte in den USA, Großbritannien und Schweden geschlossen sowie alle Entwicklungskapazitäten für Breitbandtechnologien in Finnland konzentriert.

Mit der Maßnahme zieht Nokia nun doch Konsequenzen aus dem anhaltend schwachen Netzausrüstergeschäft. Konzernchef Jorma Ollila hatte in diesem Zusammenhang erst vor wenigen Wochen bei der Vorlage der Jahresbilanz 2002 von einem "turbulenten und kaum vorhersehbaren Markt" gesprochen, aber keine Entlassungen angekündigt.

Anders als im Handy-Geschäft hatten die Finnen mit ihrer Netztechniksparte, die im Geschäftsjahr 2002 rund 20 Prozent zum Gesamtumsatz von gut 30 Milliarden Euro beigesteuert hatte, zuletzt ähnlich wie Siemens, Ericsson, Lucent oder Nortel Umsatzrückgänge und Verluste zu verzeichnen. Allerdings hielt sich der Einbruch mit einem Minus von 13 Prozent vergleichsweise in Grenzen. Dies gilt auch für die jetzt angekündigte Zahl von Entlassungen - auch wenn Nokia in seiner Netztechniksparte im vergangenen Jahr 2100 Stellen abgebaut hatte. (gh)