Nokia: N-Gage ist gescheitert - kein Nachfolger in Sicht

03.11.2005
Sechs Millionen N-Gage-Konsolen hätte Nokia nach eigenen Angaben verkaufen müssen, um das Projekt "mobile Konsole" als erfolgreich einstufen zu können. Wie Anssi Vanjoki, bei Nokia zuständig für das operative Geschäft im Bereich Multimedia, auf einer Pressekonferenz in Barcelona zugab, liegen die tatsächlichen Absatzzahlen deutlich hinter den Wünschen des Herstellers...

Sechs Millionen N-Gage-Konsolen hätte Nokia nach eigenen Angaben verkaufen müssen, um das Projekt "mobile Konsole" als erfolgreich einstufen zu können. Wie Anssi Vanjoki, bei Nokia zuständig für das operative Geschäft im Bereich Multimedia, auf einer Pressekonferenz in Barcelona zugab, liegen die tatsächlichen Absatzzahlen deutlich hinter den Wünschen des Herstellers: gerade einmal ein Drittel des angestrebten Wertes seien erreicht worden. Jorma Ollila, der scheidende CEO des Konzerns meinte Anfang 2004, man werde den Erfolg des N-Gage im November 2005 bewerten - nun heißt es, das Unternehmen hätte die N-Gage-Strategie nicht weitreichend genug verfolgt und ein Umdenken sei nötig. Neue Modellgenerationen der Konsole dürften in näherer Zukunft daher nicht erscheinen. Anstatt eine reinrassige mobile Spielekonsole anzubieten, die nebenbei noch telefonieren kann, werde das Gerät von Kunden lediglich als mittelmäßige Mischung beider Welten verstanden.

Einen viel größeren Clou plant Nokia schon seit längerem: im Rahmen seiner auf der E3 vorgestellten NexGen-Strategie wird die N-Gage-Plattform die Fronten wechseln und auf jedem S60-Endgerät lauffähig sein. Angesichts der neuen S60-Geräte, die das Unternehmen gestern vorstellte, ist klar, dass sich Nokia damit vom reinen Konsolenmarkt verabschiedet und PSP und Gizmondo keine eindeutige Konsole mehr entgegenzusetzen hat.

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