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Nokia: Einsamer Stern am Zahlenhimmel

30.01.2001
Der finnische Weltmarktführer konnte im Jahr 2000 Umsatz und Gewinn um mehr als 50 Prozent steigern und profitierte dabei vor allem von der großen Nachfrage nach seinen Handys.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Handy-Weltmarktführer Nokia hat heute Vormittag die Bilanz für das vierte Quartal 2000 sowie für das gesamte Kalenderjahr veröffentlicht.

Den operativen Gewinn steigerte das Unternehmen von 3,9 Milliarden Euro im Jahr 1999 um 48 Prozent auf 5,78 Milliarden Euro. Beim Nettoprofit konnte Nokia noch stärker zulegen, er wuchs von 2,58 Milliarden Euro oder 54 Cent pro Aktie um 53 Prozent auf 3,94 Milliarden Euro oder 82 Cent je Anteilschein. Den Jahresumsatz steigerte Nokia von 19,77 Milliarden Euro im 54 Prozent auf 30,38 Milliarden Euro. Das stärkste Wachstum wurde mit Mobiltelefonen erzielt (plus 66 Prozent), der Netzbereich legte um "nur" 36 Prozent zu.

Für das vierte Quartal 2000 ergab sich auf Basis von 9,28 Milliarden Euro Umsatz ein Nettogewinn von 1,2 Milliarden Euro oder 25 Cent je Aktie (Q4/99: 6,37 Milliarden Euro/853 Millionen Euro oder 18 Cent pro Anteilschein). Nokias Zukunftsprognose fiel allerdings ein wenig schwammig aus. Die "gegenwärtige wirtschaftliche Entwicklung und die laufende Weiterentwicklung der Mobilfunktechnik" mache den Blick in die Glaskugel ausgesprochen schwierig, so das Unternehmen. Man rechne daher angesichts des unerwartet schwachen Marktwachstums für das erste Quartal mit einem Umsatzwachstum zwischen 25 und 30 Prozent und einem Gewinn pro Aktie auf dem Niveau des Vorjahresquartals, teilte das Unternehmen mit.