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Nokia 6650: UMTS-Handy ohne Netz

26.09.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der finnische Mobilfunkkonzern Nokia hat heute sein erstes UMTS-Handy vorgestellt. Das "6650" kommt äußerlich eher altbacken daher und funktioniert im GSM-Netz (900/1800) sowie mit WCDMA (Wideband Code Division Multiple Access). WDCMA ermöglicht mehrere Daten-Sessions gleichzeitig. So kann ein Nutzer beispielsweise telefonieren und gleichzeitig das von der eingebauten Kamera erfasste Geschehen in der Umgebung übertragen. Erste Tests des Geräts bei Netzbetreibern sind für das vierte Quartal 2002 vorgesehen. Abhängig vom Ausbau der 3G-Mobilfunknetze soll das 6650 dann möglicherweise im ersten Halbjahr 2003 erstmals kommerziell angeboten werden.

GSM- und WCDMA-Technik sitzen beim 6650 auf einem Chip, was niedrigen Stromverbrauch und lange Akkulebensdauer sicher stellen soll - Nokia gibt zwei Stunden und 20/40 Minuten (WDCMA/GSM) Sprechzeit und 14 Tage Standby an. Die Kamera kann Bild und auch kurze Videos mit Ton aufnehmen und speichern. Das 6650 besitzt dafür 7 MB dynamischen Speicher. Es unterstützt WAP 1.2.1, Bluetooth - ein passendes Headset wurde ebenfalls vorgestellt -, wiegt 141 Gramm und wird mit einer "PC Suite" zum Abgleich von Multimedia- und Organizerdaten mit dem heimischen Desktoo geliefert. Ein Preis ist noch nicht bekannt. (tc)