Hohe Ausfallsicherheit durch homogene Multicomputersysteme:

Nixdorf setzt auf fehlertolerante Systeme

18.02.1983

KLOTEN (sg) - Die Nixdorf Computer AG will mit sogenannten "fehlertoleranten" Systemen ihre hiesigen auf Groß-Systeme bezogenen, noch recht rückständigen Marktaktivitäten neu beleben. Damit sollen in einem ersten schritt weitere Anwendungsbereiche bei Unternehmen der Fertigungsindustrie erschlossen werden.

Die hierfür erforderliche Hardware wird gemeinsam mit der amerikanischen Parallel Computer Systems, New Jersey, entwickelt. Diese basiert auf der 32-Bit-Mikroprozessorfamilie MC 68000 von Motorola. Jeweils mehrere dieser Prozessoren bilden in Verbindung mit 1 - bis 4-MB-Speichern sogenannte Multiprozessor-Cluster, die zu einem homogenen Multicomputersystem gekoppelt werden. Diese Architektur gewährleistet nach Angaben von Nixdorf eine hohe Ausfallsicherheit, da unter Erhaltung der vollen Systemfunktionen lauffähige Cluster jederzeit die Aufgaben defekter Cluster übernehmen können.

Als Betriebssystem setzt Nixdorf für diese fehlertolerante Systemarchitektur auf eine Unix-Version, die um ein Datenbanksystem erweitert wurde. Die ersten Installationen dieser neuen Systeme sind für Mitte 1984 vorgesehen.