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Nicht nur ein B-to-B-Kanal

12.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Umsatz im elektronischen Handel zwischen Firmen (B-to-B) wird in den USA laut der Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Giga Information Group im Jahr 2004 auf 5,2 Billionen Dollar anwachsen. Im vergangenen Jahr umfasste dieser Markt 3,3 Billionen Dollar. Allerdings entfiel der Löwenanteil dabei auf traditionelle Electronic-Data-Interchange-(EDI-)Netze.

Nach Ansicht der Analysten werden Firmen künftig zusätzlich auf offene sowie private elektronische Marktplätze, Extranets, direkte Internet-Verbindungen zwischen Partnern sowie eine Kombination aus EDI und elektronischen Handelsnetzen (Electronic Trading Networks) setzen. Dabei sei abzusehen, dass die verschiedenen Verfahren für unterschiedliche Handelspartner zum Einsatz kommen. Für besonders wichtige und auf längere Zeiträume ausgegelegte geschäftliche Beziehungen sollten Firmen auf private EDI-Netze oder Electronic Trading Networks zurückgreifen, obwohl diese vergleichsweise teuer sind, rät Giga. Kleine Kunden oder Lieferanten könnten die Unternehmen dann über kostengünstigere Web-basierte EDI-Netze oder öffentliche Online-Marktplätze erreichen. Auf jeden Fall könnten die Anwenderfirmen nicht alle ihre B-to-B-Geschäfte über einen elektronischen Kanal realisieren, sondern müssen - trotz höherer

Komplexität - verschiedene Techniken einführen.