Neuigkeiten vom SCO-Forum

03.09.1999

"Perkup", ein Zusatzprodukt für Java Virtual Ma- chines (JVMs), liegt nun in Ausführungen für Unixware und Sun Solaris vor. Es verbessert die Skalierbarkeit von Java-Anwendungen, weil es verhindert, daß für jedes Programm eine eigene Instanz der JVM geladen wird. Statt dessen hält Perkup eine Ablaufumgebung im Speicher vor und führt alle Java-Applikationen dort gemeinsam aus. Der JVM-Aufsatz von SCO kümmert sich dabei um die Verwaltung der unterschiedlichen Prozesse. Unter anderem muß Perkup sicherstellen, daß nicht mehrere Programme gleichzeitig auf diverse Java-Basisklassen zugreifen, da diese nicht wiedereintrittsfest (reentrant) sind. Der Hersteller verspricht eine Reduktion des Speicherverbrauchs und der Skalierbarkeit von Java-Anwendungen um den Faktor zehn. Eine Ausführung für Windows NT befindet sich in Vorbereitung.

Die Middleware "Tarantella", die grafische und textorientierte Unix-Anwendungen, 5250- und 3270-Datenströme sowie Windows-Programme auf Java-fähige Browser bringen kann, portierte SCO jetzt auch auf Compaqs Unix für Alpha-Maschinen "True 64". Die Lizenz soll pro aktiven Benutzer 395 Dollar kosten.

In Zusammenarbeit mit Compaq präsentierte SCO die Cluster-Technik "Nonstop" für Unixware 7. Mit ihrer Hilfe lassen sich bis zu zwölf Intel-Rechner koppeln. Lösungen mit bis zu sechs Knoten sollen Compaq-Partner umsetzen, größere Cluster will die PC-Company selbst realisieren. Rechnerverbände auf Basis von Unixware 7 sollen nicht bloß höhere Ausfallsicherheit gewährleisten, sondern zusätz- liche Skalierbarkeit bieten. Während aber Failover-Funktionen transparent für (bestehende) Applika- tionen sind, müssen Anwendungsentwickler eine eigene Clustering-API nutzen, damit ihre Program- me von der automatischen Lastverteilung profitieren können.