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Neuer Tiefstand bei Dotcom-Entlassungen in den USA

05.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Zahl der Entlassungen bei amerikanischen Dotcom-Firmen hat im Februar mit 670 blauen Briefen den niedrigsten Stand innerhalb von fast zwei Jahren erreicht. Im Februar des vergangenen Jahres hatten noch 11 649 Mitarbeiter von Internet-Firmen ihren Job verloren, außerdem liegt die aktuelle Zahl 62 Prozent unter den Entlassungen im vorhergegangenen Monat Januar (1802). Allerdings ist die Dotcom-Szene noch weit entfernt vom April 2000, als in der Hochphase des Internet-Hypes Tausende von Leuten angestellt und nur 327 auf die Straße gesetzt wurden. Die Chicagoer Outplacement-Firma Challenger, Gray & Christmas geht davon aus, dass die Kündigungswelle nach einer Spitze von 17 554 Entlassungen im April 2001 nun ihren Tiefpunkt erreicht hat. Allerdings stellt der Rückgang nicht unbedingt eine gute Nachricht für die Branche dar. So gebe es laut CEO John A. Challenger keinerlei Anzeichen, dass

die Internet-Firmen bald wieder Mitarbeiter in nennenswerter Zahl einstellen. Er argumentiert, dass die Companies nur mit drastischen Kürzungen das Platzen der Dotcom-Blase überlebt hätten. Dennoch würden viele der Unternehmen noch immer keine Profite aufweisen. (mb)