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Neuer Mirapoint-Chef plant Security-Push

16.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf sicheres Messaging spezialisierte US-Anbieter Mirapoint plant offenbar eine Reihe neuer Appliances, um die Infrastruktur von Unternehmen vor Angriffen, Spam und anderen Plagen zu schützen, bevor diese überhaupt das Firmennetz erreichen. Der neue President und CEO Barry Ariko erklärte im Gespräch mit "Computerwire", Mirapoint werde seine Neuheiten (zu denen noch keine Details bekannt sind) im Februar präsentieren.

Derzeit offeriert Mirapoint die drei Appliances "Message Server" (sichere E-Mail), "Message Director" (E-Mail mit Boundary Control) und "Directory Server" (LDAP-Verzeichnisdienst). Die Software des Herstellers bietet unter anderem Analyse, Identifikation, Filterung und Verwaltung von E-Mails. Die Geräte laufen unter einem "gehärteten" BSD-Unix-Betriebssystemkern. Vom Wettbewerb will sich Mirapoint unter anderem durch geringe Cost of Ownership differenzieren. Ariko zitierte eine Studie der Radicati Group, derzufolge Microsoft Exchange für so genannte Deskless Workers pro Kopf und Jahr 200 Dollar kostet, der Message Server hingegen nur 15 Dollar.

Ariko ist alles andere als ein Unbekannter. Er kann auf mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung zurückblicken und war in der Vergangenheit unter anderem COO von Netscape, Americas-Chef von Oracle und CEO von Extrecity, das er erfolgreich an Peregrine Systems verkaufte. Gefragt, ob man ihn zwecks Börsengang an Bord geholt habe, erklärte der Mirapoint-Chef, ein IPO sei vorerst noch kein Thema. In zwölf bis 18 Monaten sei ein Going Public aber durchaus vorstellbar. Die in Privatbesitz befindliche Firma hatte nach eigenen Angaben im Frühjahr 2003 den Break-even erreicht, war danach aber aufgrund der Investitionszurückhaltung ihrer Kunden wieder in die roten Zahlen gerutscht. Ariko erwartet im Laufe der kommenden Quartale das Erreichen nachhaltiger Profitabilität. (tc)