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Neue Texteingabe: In Luft gemeißelt

12.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM hat ein neuartiges Verfahren vorgestellt, um Texte möglichst einfach in Rechner, PDAs und Handys zu bringen. Bei "Shark" (Shorthand-Aided Rapid Keyboard) ziehen die Nutzer mit einem Stift Linien auf einer virtuellen Bildschirmtastatur, anstatt jeweils einzelne Buchstaben wie mit dem PDA-Stylus anzuklicken. Anhand des Musters der Linie, die beispielsweise die Buchstaben W, O, R und T verbindet, erkennt das Shark-System im Idealfall den Begriff "Wort".

Aus Ergonomiegründen verwendet IBM für Shark eine spezielle virtuelle Tastatur, die aus fünf übereinanderliegenden Reihen besteht. So werden die Linien zwischen den einzelnen Buchstaben kürzer. Geübte Nutzer sollen damit rund 16 Wörter pro Minute zeichnen können. Das ist zwar weniger als mit den Fingern auf einer herkömmlichen Tastatur, aber immer noch besser als mit einem Stylus-Software-Keyboard, bei dem einzelne Tasten angeklickt werden müssen. Das Laborprojekt Shark besteht seit Herbst vergangenen Jahres, ein Einsatz in der echten Welt sei vorerst nicht geplant. Auf der IBM-Website finden sich weitere Informationen sowie eine Beta-Version zum herunterladen. (ajf)