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Neue Sammelklagen gegen Computer Associates

08.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Gleich vier auf Sammelklagen spezialisierte US-Anwaltskanzleien haben bei einem Bezirksgericht in New York Klage gegen Computer Associates eingereicht. Vertreten werden dabei Aktionäre, die zwischen Ende Mai 1999 und Ende Februar dieses Jahres CA-Anteilscheine erworben haben. Stein des Anstoßes ist einmal mehr die neue Bilanzierungsmethode von Computer Associates (Computerwoche online berichtete). Diese verfälsche die Einnahmensituation und diene nur dazu, sinkende Umsätze zu verschleiern.

Der Hersteller spreche von einer Expansion in seinen Nicht-Mainframe-Märkten, während in Wirklichkeit nur Mainframe-Bestandskunden Software für andere Plattformen geschenkt oder verbilligt bekämen. Bis Juni 2000, als CA seinen Wirtschaftsprüfer ausgetauscht hatte, seien außerdem Umsätze doppelt bilanziert worden, so die Vorwürfe. Insgesamt entspreche die neue Buchhaltung, bei der Lizenzeinnahmen im Abonnement-Modell erfasst werden, nicht den GAAP-Richtlinien (Generally Approved Accounting Practices). (tc)