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Neue Napster-Clients: Zwei Fliegen mit einer Klappe

02.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Napster hat jetzt ältere Clients von seinem Musiktauschdienst ausgesperrt - und damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Auf Titel, die im "Opennap"-Netz getauscht werden, kann mit der neuen Napster-Software nicht zugegriffen werden. Opennap-Teilnehmer können eigene Tauschknoten einrichten, über die wie beim Orginal Songs gelistet sind, die auf den Festplatten der Anwender zum Tausch zur Verfügung stehen. Die "Napigator"-Software fungiert dabei als "Wegweiser", die den Nutzer zu unabhängigen Opennap-Servern leitet. Mit der neuen Napster-Version ist dies nicht mehr möglich. Neue Napigator-Anwender stehen deswegen vorerst im Regen.

Bei Napster selbst herrscht mittlerweile gähnende Leere. Der vom Saulus zum Paulus gewandelte Anbieter erklärt dies mit Umstellungsschwierigkeiten auf die neue Software. Seien diese behoben, so würden wieder mehr Titel zum Tausch angeboten. Fraglich ist, ob sie dann noch jemand haben will. Denn Analysten zufolge wandern die Musikfans im Scharen zu anderen Diensten wie Audiogalaxy, Music City Morpheus, KaZaa, BearShare, Limewire oder Imesh ab. Napster bittet seine Nutzer jedenfalls, dem Dienst weiter die Treue zu halten: "Je mehr Napster-Nutzer die neue Software nutzen und je mehr Stücke von dieser identifiziert werden, desto mehr Musik wird über Napster zu finden sein. Wenn sie die neue Software herunterladen und sich ins System einloggen, stärken sie die Napster-Community."