Web

 

Neue Java-Features für Server und Services

24.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Java-Gralshüter Sun Microsystems kündigt heute neue Spezifikationen an, die Enterprise Java Beans (EJB) ankurbeln und die Sprache als geeignete Basis für Web-Services positionieren sollen. Konkret geht es um EJB 2.0 sowie Java 2 Enterprise Edition (J2EE) 1.3.

EJB, mit dem sich in Java wieder verwendbare Softwarekomponenten erstellen lassen, hat in der Spezifikation 2.0 allerhand dazugelernt. Unter anderem hat Sun Container-managed Persistence zur einfacheren Entwicklung verteilter Anwendungen, das Internet-Inter-Orb-Protocol (IIOP) zur herstellerübergreifenden Kommunikation zwischen Application Servern hinzugefügt. Ausgebaut wurden die Fertigkeiten in den Bereichen Java Server Pages (JSP) und Serverlets sowie XML (JSP lassen sich nun auch in XML erstellen und bearbeiten). Neu ist außerdem eine SQL-ähnliche Abfragesprache, mit der man überprüfen, welche Beans auf einem Server vorhanden sind, und diese ansprechen kann.

J2EE 1.3 enthält serienmäßig zwei Programmierschnittstellen, die zuvor als optionale Extras gehandelt wurden, nämlich Java Message Service (JMS) für die asynchrone Kommunikation sowie Java API for XML Processing (JAXP) zur Übersetzung und Ausführung von Code. Beide APIs sollen dazu beitragen, dass die Produkte unterschiedlicher Hersteller besser zusammenarbeiten. Eine weitere Programmierneuheit ist die Java Database Connector (JDBC) API, die vor allem in Sachen EAI (Enterprise Application Integration) von Interesse ist.

"Wir bringen J2EE auf den Weg in Richtung Business Integration", erklärte Produkt-Manager Vijay Sarathy gegenüber "Computerwire". "Wir bieten damit eine Plattform für Integrationslösungen und zur Erstellung der nächsten Generation von Web-Services."