Netware 6: Favorit der Praktiker

05.10.2001
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Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit "Netware 6" ist Novell in den Augen der Anwender ein erfolgreicher Wurf gelungen. Fast durch die Bank loben die Praktiker die Features der neuen Version des Netzwerk-Betriebssystems.

Viele hörten bereits die Sterbeglocken läuten. Anlass für Zweifel an der Zukunft von Netware gab es genügend: So nährte nicht zuletzt die Informationspolitik von Novell Bedenken an der Perspektive für die Software. Die einst wichtigste Cashcow des Unternehmens galt auf einmal nicht mehr als strategische Plattform der Company. Und im Zuge der im März 2000 in Salt Lake City vorgestellten One-Net-Strategie hatte das frühere Prestigeprodukt nur noch einen untergeordneten Stellenwert: Es war zu einem von vielen Betriebssystemen degradiert worden, das als Basis für die Netzwerk-Services dienen sollte, mit denen Novell in Zukunft sein Geld verdienen will.

Verzicht auf Monster-Client

Die Quittung für diesen Strategiewechsel bekamen die Netzwerker prompt. Die Anwender verloren das Vertrauen in Netware und die Verkaufszahlen sanken im letzten Geschäftsjahr um rund 24 Prozent. Angesichts dieses Einbruchs sah sich der scheidende Novell CEO Eric Schmidt auf der Brainshare 2001 in Nizza, allen Bekenntnissen zur Umorientierung in Richtung Netz-Service-Anbieter zum Trotz, zu dem Schwur genötigt: "Yes, we love Netware".

Eine Liebeserklärung, der Novell jetzt mit der offiziellen Vorstellung von Netware 6 Taten folgen ließ. Mit der neuen Generation des Klassikers, der ab 15. Oktober in der englischen Version und ab 15. November in Deutsch erhältlich ist, adressiert die Company vor allem fünf Themen, die in ihren Augen die Netzverwalter und User heute beschäftigen:

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