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NetApp wird Embedded-Opteron-Kunde

16.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - AMD hat mit Network Appliance einen prominenten Kunden für sein kürzlich gestartetes Embedded-Opteron-Programm gewonnen. Der Storage-Hersteller will den 64-Bit-Prozessor des ewigen Intel-Rivalen in einem kommenden Highend-Speicher-Server verbauen. Bislang verwendet NetApp vornehmlich Intel-CPUs. Überbewerten sollte man die Nachricht aber wohl nicht. "Wir nehmen AMD für eine Box", erklärte Firmenchef Dan Warmenhoven. "Wir brauchen die 64-Bit-Architektur, und Intel war nicht schnell genug. Das setzt aber keinen Präzedenzfall für unsere weiteren Pläne." Der Analyst Nathan Brookwood von Insight64 bewertet den Schritt dennoch als wichtigen Beweis für AMDs Glaubwürdigkeit.

Wann NetApps Opteron-System herauskommen soll, ist noch unklar. Eine Firmensprecherin erklärte zumindest, für 2005 seien keine Opteron-basierenden Maschinen geplant. NetApp wird darüber hinaus im Laufe der nächsten zwei Jahre in seiner Produktpalette ein neues Betriebssystem einführen. "Data OnTap Next Generation" nutzt Technik, die NetApp im Jahr 2003 mit der Übernahme von Spinnaker Networks zugekauft hatte, und enthält ein gemeinsames Management-Interface für sehr große Cluster aus Storage-Servern. (tc)