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NetApp: Spätbucher sorgen für weniger Umsatz

08.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der unerwartet schwache Verkaufsstart einer neuen Produktreihe hat dem Storage-Spezialisten Network Appliance (NetApp) im ersten Geschäftsquartal 2005/06 (angeblich) die Geschäfte verhagelt. Wie das kalifornische Unternehmen bekannt gab, rechnet es für den Ende Juli abgelaufenen Dreimonatszeitraum nur noch mit Umsätzen von 446 bis 449 Millionen Dollar. Damit liegt der Wert zwar um rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber etwa sieben Prozent unter der bisherigen Prognose. Die Gewinnerwartung reduzierte NetApp um einen Cent auf 15 bis 16 Cent pro Anteil. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 18 Cent je Aktie bei 474,14 Millionen Dollar Umsatz gerechnet.

Der Hersteller begründete seine Umsatz- und Gewinnwarnung vor allem mit den neuen "FAS3000"-Mittelklassesystemen. Zwar hätten die Anwender positiv auf die im Mai vorgestellten Geräte reagiert, so NetApp-CEO Dan Warmenhoven. Viele der darauf folgenden Bestellungen seien jedoch zu spät eingegangen, um rechtzeitig vor Quartalsende noch für einen Anstieg der Einnahmen zu sorgen. Falls die Bestellungen nur ein bis zwei Tage früher eingegangen wären, hätten wir die Vorgaben erfüllt, so der Firmenchef. Stattdessen hätten die neuen Geräte zum Teil sogar die Umsätze mit den teilweise konkurrierenden "FAS960"-Systemen belastet. Außerdem habe der Umstand, dass die neuen Modelle erstmals auch mit kostengünstigen ATA- Festplatten bestückt werden können, auch dem Verkauf von "Nearstor R200"-Arrays geschadet, berichtete Warmenhoven. Für die Zukunft rechne er jedoch mit starken FAS3000-Umsätzen.

Die endgültigen Zahlen für das abgelaufene erste Fiskalquartal will der Storage-Spezialist am 17. August nach US-Börsenschluss bekannt geben. (mb)